...
Durch Gespräche konnte ich vieles aufarbeiten, einordnen und neu verstehen. Daraus entstanden zahlreiche Erkenntnisse – und dieser Erkenntnisprozess hält bis heute an. Mit der Zeit merkte ich, dass sich eine gewisse Toleranz entwickelte. Daher habe ich die Dosierung schrittweise erhöht und liege mittlerweile bei etwa 1,2 Gramm täglich. Trotz der Intensität empfinde ich die Wirkung weiterhin als bereichernd. Ich habe das Gefühl, dass der Flipi nicht einfach „wirkt“, sondern innere Entwicklungsprozesse anstößt, begleitet und vertieft. Es ist eine intensive Arbeit an mir selbst. Ich bringe bereits psychologische, pädagogische und soziale Vorkenntnisse mit, ebenso Erfahrungen in der Traumaarbeit. Diese haben mir sehr geholfen, den Flipi bewusst und verantwortungsvoll als Hilfsmittel zu nutzen — nicht als Flucht, sondern als Werkzeug, um mich besser kennenzulernen, Zusammenhänge zu verstehen und mich tief zu entspannen. Er hilft mir, grundlegende Fragen zu erfassen, die mich schon lange begleiten und auf die es bisher keine klaren Antworten gab. Ein weiterer bemerkenswerter Effekt ist, dass ich kaum noch das Bedürfnis verspüre, Alkohol zu trinken. Dieser Drang ist schlicht verschwunden, ohne dass ich bewusst darauf hingearbeitet hätte. Ich würde heute sagen: Ich möchte nicht mehr ohne diesen mächtigen Freund und Geist leben. Die Arbeit mit ihm ist für mich eine sehr, sehr spannende, tiefgehende und transformierende Erfahrung. Gleichzeitig plane ich bewusst, in naher Zukunft eine Pause einzulegen, um zu beobachten, wie es sich anfühlt, diese inneren Prozesse auch ohne seine Unterstützung weiterzuführen.
